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Gesund bleiben

Impfungen

Impfungen sind bei transplantierten Patienten aufgrund ihrer eingeschränkten Immunabwehr besonders wichtig.
 

Allgemeiner Impfschutz

Als transplantierter Patient sollten Sie grundsätzlich gegen Diphterie, Tetanus, Hepatitis A und B, Kinderlähmung (Poliomyelitis), Grippe (Influenza) und Pneumokokken geimpft sein.
 

Reiseimpfung

Je nach Reiseland sind Impfungen gegen Tollwut, Cholera, Typhus, Meningokokken-Infektionen und eventuell Gelbfieber notwendig. Kliniken, Ärzte und Tropeninstitute informieren Sie gezielt über die notwendigen Impfungen.
 

Einschränkungen

Transplantierte Patienten dürfen nur Totimpfstoffe, keine Lebendimpfstoffe erhalten.

Impfungen im Einzelnen


Informationen zu speziellen Impfungen finden Sie hier:

Grippe

Sie selbst wie Ihre unmittelbaren Kontaktpersonen sollten jährlich gegen Grippe geimpft werden. Die zur Verfügung stehenden Impfstoffe gelten als empfehlenswert und sicher.
Im Vorfeld von Reisen sollten Sie bedenken, dass vor allem in tropischen Ländern Grippeviren ganzjährig auftreten können.

Windpocken

Eine Windpocken-Infektion (Erreger: Varicella-Viren) endet bei immunsupprimierten Patienten häufig tödlich! Transplantierte Patienten und ihre Kontaktpersonen sollten deshalb vorsorglich gegen Windpocken geimpft werden, wenn Sie noch keine Windpocken-Infektion gehabt haben.

Masern

Bei Masern (Erreger: Masern-Virus) sind Lungenentzündung und Gehirnentzündung lebensbedrohliche Komplikationen, die bei Maserninfektionen transplantierter Patienten auftreten können. Da Masern in vielen tropischen Ländern sehr verbreitet sind, ist eine Impfung unbedingt zu empfehlen. Es stehen Kombinationsimpfstoffe gegen Masern/Mumps und Röteln zur Verfügung.

Tetanus / Wundstarrkrampf

Der Wundstarrkrampf wird durch das überall im Boden vorkommende Bakterium Clostridium tetani verursacht. Denken Sie alle fünf Jahre an eine Auffrischung Ihres Tetanus-Schutzes. Die Impfung mit dem kombinierten Tetanus/Diphtherie-Impfstoff wurde auch von transplantierten Kindern gut vertragen.

Diphtherie

Impfungen gegen Diphtherie (Erreger: Corynebacterium diphtheriae) sind in Europa ziemlich in Vergessenheit geraten. Dies ist allerdings beunruhigend in Anbetracht der Verbreitung von Diphtherie-Erkrankungen vor allem in den osteuropäischen Ländern.

Deshalb sollten Sie alle zehn Jahre Ihre Impfung gegen Diphtherie auffrischen.

Pneumokokken

Sie selbst wie Ihre unmittelbaren Kontaktpersonen sollten jährlich gegen Grippe geimpft werden. Die zur Verfügung stehenden Impfstoffe gelten als empfehlenswert und sicher.
Die gut verträgliche Pneumokokken-Impfung ist für jeden transplantierten Patienten empfehlenswert.

Kinderlähmung

Reisende, die in Länder der ehemaligen Sowjetunion sowie in den asiatischen und afrikanischen Raum wollen, sind gefährdet, an Kinderlähmung (Poliomyelitis; Erreger: Poliomyelitis-Virus) zu erkranken. Australien und Amerika gelten als Poliomyelitis-frei. Seit 1998 steht in Deutschland ausschließlich ein Tot-Impfstoff mit inaktivierten Viren zur Verfügung, der gut wirkt und auch von Transplantierten gut vertragen wird.

Hepatitis A und B

Hepatitis A und B wird durch die gleichnamigen Viren verursacht. Eine Hepatitis A ist eine infektiöse Erkrankung, die vor allem bei Reisen in südliche und östliche Länder mit niedrigem hygienischem Standard auftreten kann. Sie gefährdet jeden Reisenden. Es steht ein hocheffektiver, gut verträglicher Impfstoff zur Verfügung. Die Impfung gegen Hepatitis A sollte mindestens einen Monat vor Antritt der Reise erfolgen. Aber auch wenn Sie sich bereits infiziert haben sollten, kann eine nachträgliche Impfung helfen.

Eine Hepatitis B kann über Blut und Sexualkontakte übertragen werden. Aufgrund der Notwendigkeit häufiger medizinischer Behandlungen und eventuell notwendiger Transfusionen gehört die Schutz-Impfung gegen Hepatitis B bei Transplantierten heute zur Routine-Behandlung.

Weltweite Verbreitung von Hepatits A

 

Weltweite Verbreitung von Hepatits B

Meningokokken

Meningokokken sind Bakterien, die eine Gehirnhautentzündung auslösen können.

Sie kommen im „Meningokokken-Gürtel“ vor, der von Afrika (Sahelzone vom Senegal bis zum Sudan) zu den Ländern des nahen Ostens, dem indischen Subkontinent bis einschließlich Nepal und Brasilien reicht. Das Infektionsrisiko ist generell gering, eine Gefährdung besteht aber in der trockenen Jahreszeit und bei engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Pilger zu den heiligen Stätten des Islam sind zur Impfung gegen Meningokokken verpflichtet. Sollten Sie in gefährdete Gebiete reisen, sollten Sie sich gegen Meningokokken impfen lassen.

Gelbfieber

Gelbfieber (Erreger: Flavivirus febris) wird durch Moskitos übertragen. Gefährdete Gebiete sind Afrika und Südamerika zwischen dem 17. nördlichen und 17. südlichen Breitengrad. In Australien und im asiatischen Raum gibt es kein Gelbfieber..

Transplantierte dürfen den zurzeit verwendeten Lebendimpfstoff nicht erhalten. Für Länder, die bei der Ein- oder Durchreise eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber fordern, muss eine Ausnahmegenehmigung eingeholt werden. Die Impfbefreiung muss als „exemption certificate“ im Impfpass (mit Unterschrift und Siegel) dokumentiert werden, wobei keine Anerkennungspflicht des Einreiselandes besteht!

Typhus

Typhus (Erreger: Salmonella typhi) gehört zu den durch einfache Hygienemaßnahmen vermeidbaren bakteriellen Infektionserkrankungen, die in einigen Ländern jedoch nicht zum Standard gehören. Dies betrifft Indien, Nord- und Westafrika sowie Peru, insbesondere bei Aufenthalten in ländlichen Gegenden. Eine Impfung mit Tot-Impfstoff ist bei transplantierten Patienten unbedingt empfehlenswert. Trotzdem kann eine hohe Anzahl an Typhus-Bakterien diesen Impfschutz durchbrechen.

Cholera

Eine Cholera-Erkrankung (Erreger: Vibrio Cholerae) kann durch das Einhalten hygienischer Maßnahmen verhindert werden. Die Ansteckungsgefahr ist für Reisende gering, da die Erkrankung meist in Form von Epidemien, selten als Einzelfallerkrankung auftritt. Eine Impfung ist daher nur bei länger geplanten Aufenthalten in gefährdeten Gebieten wie Süd- und Südostasien, Afrika und Südamerika angezeigt. Ihr Arzt berät Sie hier zu den notwendigen Maßnahmen.

Tollwut

Eine Tollwutimpfung ist bei Reisen nach Indien, Afrika und Südamerika vor Reiseantritt empfehlenswert.

 

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