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Langzeitkomplikationen

Infektionsanfälligkeit

Die für einen gesunden Menschen normalerweise nicht gefährlichen Krankheitserreger, die z.B. eine Bronchitis oder einen grippalen Infekt auslösen, können zu bedeutend schwereren Infektionen führen. Während gesunde Menschen nach etwa ein bis zwei Wochen von einer Grippe erholen kann sich dieser scheinbar harmlose Infekt bei einem immunsupprimierten Patienten zu einer Lungenentzündung entwickeln. Das Risiko einer Lungenentzündung bzw. eines Harnwegsinfektes bleibt lebenslang erhöht. Zusätzlich nehmen Pilz- und Virenerkrankungen, vor allem mit dem Herpes simplex- und dem Cytomegalie-Virus, zu.

Infektionsschutz ist lebenswichtig

Als immunsupprimierter Patient sind Sie anfälliger für Erkrankungen. Aus diesem Grund müssen Sie sich vor allem in der ersten Zeit vor Infektionen schützen. Durch Verringerung der Medikamentendosen lässt das Infektionsrisiko im Laufe der Zeit nach.

Typische Infektionen nach Transplantationen

Harnwegsinfekte machen sich durch häufigen und schmerzhaften Harndrang bemerkbar, die Körpertemperatur ist meist nur wenig erhöht. Suchen Sie bereits bei geringen Beschwerden Ihren Arzt auf. Er verschreibt ein Antibiotikum, das die Keime in den Harnwegen und im Urin schnell beseitigt.

Um Pilzinfektionen abzuwehren, sollten Sie auf das Rauchen verzichten und eine sehr penible Körperhygiene einhalten.

Bei jedem Menschen sind in geringer Menge Pilze (Aspergillus, Candida) auf der Schleimhaut vorhandenen. Sie unterliegen normalerweise einem natürlichen Gleichgewicht zwischen Wachstum und Abbau. Wird die Immunabwehr des Körpers jedoch medikamentös unterdrückt, kann es zu einem überschießenden Wachstum von Pilzen auf den Schleimhäuten in Mund, Speiseröhre und Bronchien kommen. Das Rauchen verschlechtert die Situation zusätzlich erheblich.

Bei den Virusinfektionen kommt der Ansteckung mit dem Cytomegalie-Virus (CMV) und dem Herpes-simplex-Virus besondere Bedeutung zu.

Cytomegalie-Virus-Infektion

Die Cytomegalie-Virus-Infektion ist eine speziell bei immunsupprimierten Patienten auftretende Erkrankung. 50 bis 75% der Bevölkerung tragen das CMV-Virus in sich, ohne daran zu erkranken. Sie können das Virus jedoch übertragen. So kann es auch bei einer Organspende zu einer Übertragung auf den Empfänger kommen. Während der Immunsuppression kann sich das Virus vermehren und eine schwere Erkrankung auslösen. Typische Anzeichen für eine CMV-Infektion sind Kopf- und Gliederschmerzen, Temperaturerhöhung, Magen- und Darmprobleme bis hin zur Lungenentzündung. Die Leberwerte können ebenfalls erhöht sein. Mit Hilfe von regelmäßigen und in kurzen Abständen durchgeführten Blutuntersuchungen kann eine Vermehrung des Virus schnell erkannt und mit Medikamenten behandelt werden.

Herpes-simplex-Infektion

Mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen auf den Lippen oder im Genitalbereich deuten auf eine Herpes-simplex-Infektion hin. Unter der Immunsuppression kann die Infektion auf größere Haut- und Schleimhautbereiche übergreifen. Für die Behandlung gibt es Salben, mit denen die Herpes-Infektion schnell und gut behandelbar ist.

Ebenfalls durch Herpes-Viren ausgelöst wird die Gürtelrose, die auch Herpes Zoster genannt wird. Die Bläschen verlaufen hier häufig entlang von Nerven einer Körperseite und lösen sehr unangenehme brennende Schmerzen aus. Eine medikamentöse Therapie ist ebenfalls sehr gut möglich.

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