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Verantwortung übernehmen

Adhärenz

Da heutzutage zwischen Arzt und Patient eine vertrauensvolle Beziehung angestrebt wird und eine eigenverantwortliche und aktive Beteiligung des Patienten erwünscht ist, hat man nach einem neuen Begriff gesucht, der den alten Begriff der Adhärenz (wörtlich übersetzt „Befolgung“) ablöst und der diese Zusammenarbeit und beidseitige Verantwortung beschreibt.

Compliance oder auch Adherence kommt aus dem Englischen und bedeutet „therapeutische Allianz“. In der Medizin versteht man unter Adhärenz das Ausmaß, in dem sich ein Patient an die gemeinsam vereinbarten Therapieziele wie z.B. Einnahme von Medikamenten oder an einen medizinischen Rat (z.B. Einhaltung einer Diät) hält. Man kann Adhärenz auch mit „Therapietreue“ gleichsetzen. Das Nicht-Einhalten von ärztlichen Anweisungen und gemeinsamer Ziele bzw. die Nichtbeachtung von ärztlichen Empfehlungen wird als Non-Adhärenz bezeichnet.

Dazu gehören z.B. von Seiten des Patienten die regelmäßige, pünktliche und vollständige Einnahme der verordneten Medikamente, die Einhaltung von regelmäßigen Nachsorgeterminen, die Ausübung von sportlichen Aktivitäten, die gesunde Ernährung, und von Seiten des Arztes die Bereitschaft, auf die Möglichkeiten, Wünsche, aber auch Probleme seines Patienten einzugehen.

Adhärenz - Ihr Beitrag zum zweiten Leben

Die Zeit der Angst und des Hoffens ist vorbei, die Transplantation ist geglückt und ein neues Leben mit einem neuen Organ hat begonnen.

Vieles ist wieder wie früher, bevor die Krankheit begann. Damit es Ihnen gut geht und Ihr neues Organ lange funktioniert, gilt es einige Dinge in Ihrer Lebensführung zu berücksichtigen. Dazu gehören eine bewusste gesunde Lebensweise und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Transplantationsambulanz, Nachsorgeteam und Hausärzten. Lebenswichtig für das neue Organ ist die regelmäßige Einnahme von Medikamenten zur Immunsuppression. Denn ohne eine Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsuppression) des Empfängers hätte das Transplantat keine Überlebenschance.

Für viele ist es anfangs schwierig, Lebensgewohnheiten umzustellen und die regelmäßige Medikamenteneinnahme in den Tagesablauf zu integrieren. Dieser Film will helfen, zu verstehen, warum es so wichtig ist, sein Leben nach der Transplantation auf die neue Situation einzustellen und zeigt, wie dies zu schaffen ist. So kann die Transplantation zur ganz persönlichen Erfolgsgeschichte werden.

Authentisch berichten transplantierte Patienten von ihren eigenen Erfahrungen, sich in das neue Leben einzufinden. Sie geben Tipps für den Alltag - auch, wie zum Beispiel die ganze Familie oder der Lebenspartner helfen können, immer pünktlich an die Medikamenteneinnahme zu denken. Ärzte kommen zu Wort und erklären verständlich medizinische Hintergründe.

Warum ist nach der Transplantation eine gute Adhärenz so wichtig?

Ohne die kontinuierliche, lückenlose medikamentöse Unterdrückung des körpereigenen Immunsystems würde dieses sofort beginnen, das „fremde“ Organ anzugreifen und zu zerstören. Bedenken Sie, dass auch unter Immunsuppression Ihre Abwehrzellen noch in ständiger Alarmbereitschaft sind. Sobald die Immunsuppression zu schwach ist oder die Wirkung ganz aussetzt, z.B. bei einer Einnahmepause, wird die körpereigene Abwehr wieder aktiv.

Dies macht verständlich, warum Immunsuppressiva regelmäßig in der vereinbarten Dosis eingenommen werden müssen und die korrekten Einnahmezeitpunkte einzuhalten sind. Nur so kann das Immunsystem dauerhaft unter Kontrolle gehalten und Ihr Organ vor einer Abstoßung geschützt werden.

24-Stunden-Schutz nur mit der richtigen Dosis in immer gleichen Abständen

Werden Immunsuppressiva in zu geringen Dosen eingenommen oder die Zeiträume zwischen den Einnahmezeitpunkten verlängert, sinkt die Konzentration des Medikaments im Blut (Blutspiegel) zu weit ab. Das bedeutet, dass im Körper nicht mehr die genügende Menge des Medikaments vorhanden ist, die benötigt wird, um das Immunsystem ausreichend zu unterdrücken. Das Abwehrsystem wird aktiv und greift das Transplantat an. Ihr Arzt wird die Dosierung Ihrer Medikamente genau auf die Dauer ihrer Schutzwirkung anpassen. So ist es verständlich, dass der Spielraum für Einnahmefehler nicht groß ist. Jede ausgelassene und jede zu geringe Dosis kann Ihr Transplantat gefährden. Dies darf allerdings nicht dazu verleiten, anzunehmen, dass mit einer Erhöhung der Dosis ein besserer Schutz für das Transplantat zu erreichen ist. Vielmehr bewirken zu hohe Dosen einen zu hohen Anstieg der Blutspiegel. Dies wiederum erhöht das Risiko für Nebenwirkungen, jedoch nicht den Schutz für das Transplantat.

Nur durch eine gute Adhärenz, d. h. durch das genaue Einhalten der verordneten Dosis und des Einnahmezeitpunktes sowie durch regelmäßige Blutspiegelkontrollen kann die beste Balance zwischen einer ausreichend wirksamen Immunsuppression und einer guten Verträglichkeit gesichert werden.

Risiko Non-Adhärenz

Was passiert, wenn ich meine Medikamente nicht regelmäßig einnehme?

Viele Untersuchungen haben bewiesen, dass bei nicht korrekter Einnahme der Immunsuppressiva das Risiko für Abstoßungsreaktionen deutlich steigt. Sind die Abstände zwischen den einzelnen Einnahmen zu lang oder ist die Dosis zu niedrig, werden keine gleichmäßigen und ausreichend hohen Medikamentenspiegel im Blut erreicht. Schon einzelne ausgelassene Einnahmen reichen aus, dass das Immunsystem wieder aktiv wird und das transplantierte Organ angreift. Dies kann zu Abstoßungsreaktionen und zur Verschlechterung der Transplantatfunktion führen. Schließlich kann das transplantierte Organ seine Funktionsfähigkeit ganz verlieren und eine erneute Transplantation (Retransplantation) ist unumgänglich.

Eine klinische Studie, die die Folgen von Non-Adhärenz bei nierentransplantierten Patienten untersuchte, zeigte, dass schon das Auslassen oder die verspätete Einnahme einzelner Dosen des Immunsuppressivums das Risiko für akute Abstoßungen verdreifacht.

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