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Wirkstoffe

Calcineurinhemmer

Calcineurinhemmer (Substanzen: Tacrolimus und Ciclosporin) sind die wichtigsten Medikamente für die Immunsuppression. Sie haben einen ähnlichen Wirkmechanismus und ähnliche Nebenwirkungen. Diese Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auftreten, und bilden sich in der Regel nach Reduzierung der Dosis zurück. Es gibt allerdings auch wichtige Unterschiede, die besonders bei der Langzeitanwendung eine große Rolle spielen (Wirkung auf Blutdruck, Blutfette, Blutzucker, Nierenfunktion; Beeinflussung von Haarwuchs und Zahnfleisch).
 

Der erste Calcineurinhemmer war das Medikament Ciclosporin, das es als erstes Basisimmunsuppressivum seit 1983 gibt. Tacrolimus stand ca. zehn Jahre später zur Verfügung. Es wirkt stärker immunsuppressiv als Ciclosporin.

Individuelle Dosis

Die täglich einzunehmende Dosis von Tacrolimus oder Ciclosporin wird individuell festgelegt. Sie hängt von der unterschiedlichen Geschwindigkeit ab, mit der Sie das Medikament aufnehmen und wieder abbauen. Für jeden Patienten muss daher die optimale Dosis individuell bestimmt und immer wieder neu angepasst werden. Dazu sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen mit Blutspiegelbestimmungen erforderlich.

Korrekte und regelmäßige Einnahme

Um einen gleichmäßigen Medikamenten-Spiegel im Blut zu erreichen, müssen die Calcineurinhemmer exakt alle zwölf Stunden in der festgelegten Dosierung eingenommen werden.
Wird die erste Dosis um 09.00 Uhr morgens eingenommen, muss die zweite Dosis um 21.00 Uhr genommen werden.

Cortison wird in der Regel nur morgens zur gleichen Zeit eingenommen.

Das Überleben des Transplantats hängt von der exakten Einhaltung der Immunsuppressiva-Einnahme in der vom Arzt festgelegten Dosis ab. Wurde die Einnahme vergessen oder wurden die Medikamente zu niedrig dosiert eingenommen, kann es zu einer Abstoßungsreaktion mit verkürztem Transplantatüberleben kommen. Eine Uhr mit eingebautem Timer erinnert Sie an die Einnahmezeiten.

Gewöhnen Sie sich an, die Medikamente für den nächsten Tag jeweils am Abend vorher bereitzustellen und immer an derselben Stelle zu lagern. Überprüfen Sie ihren Medikamentenvorrat vor Wochenenden und Urlauben und ergänzen Sie ihn gegebenenfalls.

Wechselwirkungen

Aufgrund des sehr komplexen Wirkmechanismus der Immunsuppressiva kann es zusätzlich zu Wechselwirkungen mit anderen, scheinbar völlig harmlosen Substanzen kommen. Johanniskraut, ein rein pflanzliches Medikament zur Behandlung leichter Depressionen und Angstzustände, kann den Ciclosporin- oder Tacrolimus-Spiegel so stark senken, dass es zu einer Gefährdung des Transplantats (Abstoßungsgefahr) kommen kann. Andererseits kann Grapefruit-Saft den Abbau von Ciclosporin und Tacrolimus im Körper bremsen, was zur Erhöhung der Blutspiegel und damit der Nebenwirkungen führen kann.

Sprechen Sie daher über alle weiteren Medikamente, die Sie einnehmen wollen oder müssen, mit Ihrem Transplantationsarzt. Denken Sie daran, daß auch Naturheilmittel Wechselwirkungen mit den Immunsuppressiva eingehen können. Vermeiden Sie den übermäßigen Verzehr von Fruchtsäften. Grapefruitsaft sollte komplett gemieden werden.

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