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Die Transplantation

Die ersten Tage nach der OP

Die ersten Tage und Wochen sind entscheidend für den langfristigen Erfolg der Transplantation. In dieser Zeit ist der Körper noch sehr anfällig. In Einzelfällen kann es hierbei zu Abstoßungsreaktionen kommen, die jedoch dank moderner Medikamente selten und gut behandelbar geworden sind und nur noch ganz selten eine Retransplantation erforderlich machen.

Kurz nach der Transplantation kann es vermehrt zu Infektionen kommen, deren Entstehung durch die starke Unterdrückung des Immunsystems in dieser Zeit begünstigt wird. Auch können Komplikationen wie Blutungen, Wundheilungsstörungen und Narbenbrüche eine rasche Genesung verzögern.

Die Erfolgsaussichten der Transplantation sind heute jedoch, wenn die erste kritische Zeit gut überstanden ist, sehr gut.

Wundpflege

Durch die Einnahme von Kortison kann es zu Veränderungen der Sehkraft kommen. Deshalb sind jährliche Augenuntersuchungen äußerst wichtig. Informieren Sie Ihren Augenarzt über alle eingenommenen Medikamente, insbesondere über die genaue Menge des eingenommenen Kortisons. Merkzettel für diese Untersuchungen erhalten Sie in der Transplantationsnachsorgeambulanz.

Eine besondere Gefahr ist die Bildung eines Katarakts (Grauer Star) oder Glaukoms (Grüner Star). Da routinemäßige Augenuntersuchungen normalerweise keine Tests für diese speziellen Veränderungen beinhalten, weisen Sie bitte gesondert darauf hin. In der Regel sind eine Untersuchung mit der Spaltlampe sowie eine Augendruckmessung notwendig.

Körperpflege

Operationsnarbe

In der Regel braucht die Wunde nach der Operation nur wenige Tage, um sich zu schließen, die Festigung des Narbengewebes dauert jedoch einige Wochen. Aus diesem Grund sollte die Haut in diesem Bereich mehrere Wochen lang geschont und gepflegt werden. Achten Sie darauf, den Narbenbereich einige Monate lang vor Sonnen- oder UV-Strahlung zu schützen, da diese Pigmentstörungen verursachen kann.

Duschen und Baden

Wenige Tage nachdem die letzten Drainagen und Nahtfäden entfernt wurden, können Sie wieder duschen bzw. ein Bad nehmen. Danach ist für die persönliche Hygiene tägliches Wechseln der Unterwäsche und Strümpfe, sowie Duschen mit regelmäßiger Haarwäsche notwendig.

Gewicht und Schlaf

Körpergewicht

Falls bereits vor der Transplantation der Appetit gering war, wird es einige Zeit dauern, bis der optimale Gesundheitszustand wieder erreicht wird. Oft verliert man in der Vor- und Nachoperationsphase mehrere Kilogramm an Gewicht. Nach der Transplantation sollten Sie das Normalgewicht anstreben. Der BMI (Body-Mass-Index) gibt Auskunft über die Beziehung von Körpergewicht und Körpergröße. Er wird folgendermaßen errechnet:

BMI = Gewicht in kg / (Körpergröße in m)²

Als normal gilt ein BMI zwischen 20 und 25.

Zur Gewichtskontrolle sollten Sie sich anfangs täglich, später einmal wöchentlich zur selben Zeit wiegen und das ermittelte Gewicht notieren. Durch ein konstantes Idealgewicht können Sie vielen Problemen vorbeugen.

Schlaf

Gerade in der ersten Zeit nach der Transplantation brauchen Sie viel Schlaf, um sich zu erholen. Solange abends keine Einschlafstörungen auftreten, ist auch ein Mittagsschlaf zu empfehlen. Schlafmittel sollten Sie nur nach Absprache mit dem Arzt einnehmen, da diese den Organismus belasten. Leichte körperliche Betätigung tagsüber kann ebenfalls zu einem tiefen, erholsamen Schlaf beitragen.

Erfolgsaussichten

Der Eigenbeitrag des Patienten, beeinflusst den Erfolg der Transplantation in hohem Maße. Die regemäßige Medikamenteneinnahme sowie das Einhalten von Nachsorgeterminen und die richtige Hygiene haben große Auswirkungen auf den Behandlungserfolg und verringern das Risiko einer Abstoßung deutlich.

Niere

Die durchschnittliche Überlebensdauer einer transplantierten Niere beträgt heute weit über 10 Jahre. Sogar ein Überleben des Transplantats von über 20 Jahren ist ohne weiteres möglich. Dass transplantierte Nieren nicht unbegrenzt überleben, liegt an verschiedenen Faktoren, die einen schädigenden Einfluss auf die Niere haben können:

  • Begleiterkrankungen
  • Medikamente
  • Kardiovaskuläre Risikofaktoren
  • Rauchen
  • Immunologische Faktoren: Die Auseinandersetzung des Immunsystems mit der neuen Niere und die Abwehr des Organs wird durch die eingenommenen Medikamente nicht völlig ausgeschaltet, sondern nur unterdrückt.

Die Transplantationsforschung arbeitet laufend an einer Verbesserung der Medikamente, durch die das Überleben des Transplantats in Zukunft deutlich verlängert wird.

Es gibt auch Fälle, in denen die neue Niere ihre Funktion nicht aufnimmt oder nach wenigen Wochen oder Monaten versagt. In diesem Fall erfolgt eine erneute Aufnahme in die Warteliste von Eurotransplant. Die Wartezeit muss mit Dialysen überbrückt werden.

Leber

Nach langen Forschungsarbeiten zeichnet sich ab, dass die Leber widerstandsfähiger gegen Abstoßungsreaktionen ist als Nieren- oder Herztransplantate. Zum einen verursacht die Leber wahrscheinlich weniger Abstoßungsprozesse, zum anderen beeinflusst sie eventuell den Körper im Hinblick auf eine Abschwächung der Immunantwort.

Dies darf aber nicht dazu führen, die notwendige Medikation abzusetzen. Die Medikamente müssen ein Leben lang eingenommen werden. Dann kann auf Grund dieser Besonderheiten bei der Lebertransplantation meist ein erfreulich guter und stabiler, langfristiger Verlauf erwartet werden.

Herz

Die meisten schwer herzinsuffizienten Patienten haben zum Zeitpunkt der Herztransplantation bereits eine langdauernde Erkrankung mit häufigen Arztbesuchen und regelmäßigen Klinikaufenthalten hinter sich. Die gelungene Herztransplantation führt zu einer erheblichen Verbesserung des Allgemeinbefindens und der Lebensqualität.

Herztransplantierte haben gute Chancen, dieses neue Leben über lange Zeit zu genießen. Die Ein Jahres-Überlebensrate von Patienten, die in einem erfahrenen Transplantationszentrum nachbetreut werden, liegt im Bereich zwischen 80 und 90 Prozent, nach fünf Jahren leben noch 70 Prozent und nach zehn Jahren 60 Prozent der Patienten. Bei diesen Zahlen ist selbstverständlich zu berücksichtigen, dass die Menschen über einen so langen Zeitraum auch an anderen, nicht mit der Transplantation zusammenhängenden Ursachen versterben können. Die Transplantationsmedizin hat im letzten Jahrzehnt enorme Fortschritte gemacht. Ziel der Forschung ist es vor allem, die Nebenwirkungen der Medikamente zu minimieren und die Transplantatvaskulopathie (Gefäßerkrankungen des Transplantats) weitestgehend zu reduzieren. Hier gibt es vielversprechende neue Ansätze.

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