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Die Transplantation

Lebertransplantation

Die Lebertransplantation ist heute das einzige Verfahren zum vollwertigen Ersatz einer Leber, die auf Grund einer krankheitsbedingten Veränderung oder eines angeborenen Defekts keine ausreichende Leistung bringt.

Die erste Lebertransplantation wurde 1963 von Prof. Dr. Thomas E. Starzl in den Vereinigten Staaten in Denver durchgeführt. In Deutschland wurde die erste Leber im Jahr 1969 in Bonn transplantiert.

Bis heute wurden weltweit mehr als 50.000 Lebertransplantationen an etwa 150 Kliniken, die sich auf diesen komplizierten Eingriff spezialisiert haben, durchgeführt. In Deutschland sind dies jährlich etwa 700 Lebertransplantationen.

Entnahme der erkrankten Leber

Nach Öffnung der Bauchdecke wird die erkrankte Leber vorsichtig entfernt. Dazu werden die einzelnen Gefäße, die zur Leber führen, freigelegt, abgebunden und durchtrennt. Dies ist der schwierigste Teil der Operation, da sich in der Regel durch die Lebererkrankung Blutumgehungskreisläufe und Blutgerinnungsstörungen ergeben haben. Manchmal ist die Leber auch durch Voroperationen mit anderen Organen verwachsen. Eine bewährte Operationstechnik und ein eingespieltes Team helfen aber dabei, zügig voranzuschreiten.

lebertransplantation-schnittführung

Schnittführung bei einer Lebertransplantation: Die Schnittführung erfolgt im Oberbauch zwischen Rippenbogen und Bauchnabel.

Überbrückung des Blutflusses

Während die Leber entfernt ist, kann der natürliche Rückfluss des Blutes über die untere Hohlvene für einige Zeit unterbrochen sein. In einigen Fällen wird es dabei notwendig, Blut von der unteren Körperhälfte über eine mechanische Pumpe wieder zum Herzen zurückzuführen.

lebertransplantation-umleitung-blut

Umleitung des Bluts: Bei einigen Patienten muss während eines Teils der Operation Blut aus der unteren Körperhälfte über Schlauchleitungen und eine Pumpe wieder von oben dem Herz zugeführt werden.

Vorbereitung der neuen Leber

Die neue Leber wird noch einmal für die eigentliche Transplantation vorbereitet. Dabei werden alle Gefäße sowie der Gallengang sauber präpariert. Die Gallenblase wird von der neuen Leber entfernt, damit es im späteren Verlauf nicht zu Entzündungen oder Durchblutungsstörungen kommt. Für den Patienten hat die Entfernung der Gallenblase kaum Auswirkungen.

Einsetzen der neuen Leber

Das entsprechend vorbereitete Organ wird in den Bauch gelegt. Die Gefäßenden des Transplantats werden an die Hohlvene, die Leberarterie und die Pfortader angeschlossen. Der Gallenabfluss wird entweder über einen Anschluss an den verbliebenen Gallengangsstumpf oder über eine direkte Verbindung zum Darm gewährleistet. Hierzu werden spezielle, sehr dünne, aber hoch reißfeste Fäden benutzt. Nach einer genauen Überprüfung auf eventuelle Blutungsquellen wird die Bauchdecke wieder schichtweise verschlossen.

lebertransplantation-implantation

Implantation des Transplantats nach der Entfernung der erkrankten Leber: Die Gefäßenden des Transplantats werden entsprechend an die Hohlvene, die Leberarterie und die Pfortader angeschlossen. Der Gallenabfluss wird entweder über einen Anschluss an den verbliebenen Gallengangsstumpf oder über eine direkte Verbindung zum Darm gewährleistet.

Leberverkleinerung (sog. Leberreduktion)

Wenn eine Spenderleber zu groß ist, weil z.B. dringend eine Leber für ein Kind benötigt wird und nur die Leber eines Erwachsenen zur Verfügung steht, dann kann die Leber chirurgisch verkleinert werden. Je nachdem, wie groß die Leber sein soll, wird jeweils die rechte oder die linke Seite für die Transplantation vorbereitet. Da die linke Seite kleiner ist als die rechte, wird diese in der Regel für Kinder verwendet.

Leberteilung

Entsprechend können bei sehr genauer Präparation beide Leberhälften so präpariert werden, dass beide Teile voll funktionstüchtig sind. Dabei verbleiben die zentralen Gefäße auf einer Seite, so dass auf der  anderen Seite teilweise Ersatzstücke dazwischen gesetzt oder andere Verbindungen geschaffen werden müssen. Auf diese Weise können die rechte und linke Leberseite nachfolgend getrennt transplantiert werden. Durch die umfangreichen Arbeiten und Veränderungen an der Leber ist allerdings das Risiko für beide Empfänger etwas erhöht. Deshalb ist die Teilung der Leber kein Routineverfahren, auch weil nur bestimmte Spenderlebern hierfür in Betracht kommen. Auf der anderen Seite kann sich  hierdurch Ihre Wartezeit deutlich verringern.

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