Mit der erfolgreichen Organtransplantation beginnt für Sie ein neuer Lebensabschnitt. Während der ersten Zeit ist Ihr Körper noch nicht wieder voll belastbar, da er sich von der anstrengenden Operation erholt. Nach dieser Erholungsphase können Sie wieder ein fast normales Leben führen – mit einigen Besonderheiten. Bereits während des Klinikaufenthaltes lernen Sie mit Ihrem neuen Organ verantwortungsvoll umzugehen. Sie gewinnen zunehmend mehr Routine und gewöhnen sich wieder an ein fast normales Leben.
Das körpereigene Immunsystem erkennt das transplantierte Organ als fremd. Aus Sicht unseres Abwehrsystems ist das neue Organ ein Eindringling und muss zerstört werden. Daher ist es notwendig, nach der Transplantation das Immunsystem in Schach zu halten, um eine Abstoßungsreaktion zu verhindern.
Mit Hilfe von sogenannten Immunsuppressiva wie z. B. Tacrolimus kann eine Abstoßung verhindert werden. Dabei ist es wichtig, dass die Einnahme der verordneten Dosis zum korrekten Einnahmezeitpunkt erfolgt. Nur so kann das Immunsystem dauerhaft unter Kontrolle gehalten werden und ein Verlust des transplantierten Organs verhindert werden.
Die Immunsuppressiva werden zudem so dosiert, dass die Gefahr möglicher Nebenwirkungen so gering wie möglich ist. Eine regelmäßige Nachsorgeuntersuchung in der Nachsorgeambulanz ist dennoch unerlässlich. Ihr Arzt wird hier u. a. regelmäßig die Konzentration der immunsuppressiven Medikamente in Ihrem Blut kontrollieren und die Dosierung der Immunsuppressiva gegebenenfalls anpassen.
Hausapotheke
Da viele Medikamente die Wirkung der Immunsuppressiva beeinflussen können, sollten Sie vor der Einnahme eines neuen Medikaments ihren Transplantationsarzt konsultieren. Medikamente können manchmal auch Anzeichen einer Abstoßungsreaktion oder andere Erkrankungen verschleiern.
Bei der Bekämpfung von Schmerzen ist auf die Einnahme Acetylsalicylsäure-haltiger Medikamente zu verzichten, da sie Magenbeschwerden auslösen können. Paracetamol ist hierfür besser geeignet. Gegen Vitaminpräparate ist nichts einzuwenden, wobei eine ausgewogene Ernährung in der Regel ausreicht.
Internationale Impfausweise und Notfallausweise sind beim Arzt oder bei dem Bundesverband der Organtransplantierten erhältlich. Auf dem Ausweis ist auch Raum für wichtige medizinische Vermerke. Hier sollten Informationen zur Operation, die wichtigsten Medikamente und die Telefonnummer der betreuenden Transplantationsklinik eingetragen werden, da bei einem Unfall diese Angaben sehr wichtig sein können.
Nach der Erholung von der Transplantation wird sich nach einiger Zeit Ihr Leben beruhigen. Die Krankenhausaufenthalte und gesundheitlichen Probleme verringern sich. Ihre Rolle in Familie und Gesellschaft kann sich verändern. Es kann dauern, bis Sie sich daran gewöhnt haben, aber jeder Patient muss dieses Leben neu erlernen! Dafür sind Zeit, Geduld und manchmal Hilfe nötig.
Sprechen Sie daher mit Familie, Freunden, Kollegen und Nachbarn über Ihre Gedanken oder Probleme. Das wird dazu beitragen, den Alltag besser zu bewältigen.
Planen Sie Freizeitaktivitäten, Sport und Urlaube rechtzeitig. Wenn Sie Erfahrungen weitergeben und selbst von dem Wissen anderer profitieren wollen, können Sie auch eine Selbsthilfegruppe von Transplantierten besuchen. Darüber hinaus bieten Initiativen wie Refit for Life, ein Rehabilitations- und Wellnessprogramm der Vereinigung der Weltspiele für Organtransplantierte, wertvolle Anregungen, wie man Schritt für Schritt nach der Transplantation wieder aktiver werden und seine Lebensqualität verbessern kann.
Falls bereits vor der Transplantation der Appetit gering war, wird es einige Zeit dauern, bis der optimale Gesundheitszustand wieder erreicht wird. Oft verliert man in der Vor- und Nachoperationsphase mehrere Kilogramm Körpergewicht. Nach der Transplantation sollten Sie das Normalgewicht anstreben. Der BMI (Body-Mass-Index) gibt Auskunft über die Beziehung von Körpergewicht und Körpergröße. Er wird folgendermaßen errechnet:
BMI = Gewicht in kg / (Körpergröße in m)2
Als Normalgewicht gelten Werte zwischen 18,5 und 24,9, die Spanne variiert jedoch je nach Geschlecht und Alter.
Bleiben Sie aktiv. Viel Bewegung und sportliche Betätigung kann Ihnen dabei helfen Ihren Gesundheitszustand zu verbessern und zu erhalten. Dazu gehören Gewicht, Herzerkrankungen sowie Blutdruck und Osteoporose (Knochenschwund). Aktiv zu bleiben ist für Transplantatempfänger sehr wichtig, da Arzneimittel gegen die Abstoßung mit einem höheren Risiko für Komplikationen, wie hoher Blutdruck und Osteoporose, einhergehen. Wenn Sie einem Sportverein oder einer Gymnastikgruppe beitreten, können Sie außerdem neue Leute kennenlernen, die Sie zu regelmäßigem Training motivieren können. Sportliche Betätigung z. B. im Rahmen der Refit-for-Life-Initiative kann Ihnen auch helfen, Angstzustände abzubauen und Ihre Stimmung und Ihr Selbstwertgefühl zu steigern.
Sobald Sie sich von der Operation erholt haben, können Sie Ihre körperliche Aktivität nach und nach steigern. Nach Rücksprache mit Ihrem Transplantationszentrum können Sie schließlich auch damit beginnen, eine sportliche Betätigung auszuüben.
Es ist wichtig, das Training langsam zu beginnen, das Trainingsniveau gemächlich zu steigern und sich realistische Fitnessziele zu setzen. Versuchen Sie eine zu starke Ermüdung zu vermeiden. Bezüglich Ihrer Leistungsfähigkeit gibt es grundsätzlich keine Einschränkungen. Chris Klug war der erste lebertransplantierte Olympionike: bei der Winterolympiade 2002 gewann er die Bronzemedaille im Snowboarden.
Setzen Sie sich zum Ziel, jede Woche mindestens 2,5 Stunden Sport mit moderater Intensität im „aeroben“ Bereich zu treiben. Das bedeutet, dass Ihre Herz- und Atemfrequenz erhöht sind und Sie unter Umständen schwitzen, sich dabei aber noch unterhalten können.
Ihr Transplantationsteam informiert Sie darüber, welche Sportarten nach der Transplantation am besten für Sie geeignet sind. In der Regel können Sie die meisten Sportarten ausüben. Falls Sie aber eine Sportart betreiben möchten, bei der es zu Körperkontakt kommt oder Sie direkt am Körper getroffen werden können (z. B. beim Kampfsport oder Rugby), sollten Sie dies zunächst mit Ihrem betreuenden Team besprechen.
Denken Sie daran, während des Sports Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um den durch das Schwitzen bedingten Wasserverlust auszugleichen.
Falls Sie während oder nach der sportlichen Betätigung ein Schwindelgefühl oder ungewohnte Atemnot verspüren oder einen unregelmäßigen Herzschlag haben, beenden Sie das Training und informieren Sie sofort das Transplantationsteam. Alle Schwierigkeiten oder Bedenken, die Sie in Zusammenhang mit Sport haben, sollten mit Ihrem Transplantationsteam besprochen werden.
Eine ausgewogene Ernährung kann Ihnen helfen, ein gesundes Gewicht zu halten. Dies wiederum kann dazu beitragen, Probleme wie hohen Blutdruck oder Diabetes zu verhindern. Das ist grundsätzlich für alle Menschen wichtig, aber insbesondere für Transplantatempfänger, da das transplantierte Organ geschützt werden muss und Arzneimittel gegen die Abstoßung das Risiko der erwähnten Komplikationen erhöhen können. Daher sollten Sie alle Ernährungsratschläge oder Essenspläne Ihres Transplantationsteams oder Ernährungsberaters befolgen.
Eine ausgewogene Ernährung bedeutet:
Eine salzarme Ernährung ist wichtig, da Salz zu Wassereinlagerungen im Körper führen kann, die wiederum einen hohen Blutdruck verursachen können. Ein hoher Blutdruck erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Die Zufuhr sollte für Erwachsene auf 5 g Speisesalz/Tag reduziert werden. Versuchen Sie, Nahrungsmittel mit hohem Salzgehalt durch salzarme Alternativen zu ersetzen:
Eine fettarme Ernährung hilft, den Cholesterinspiegel im Blut niedrig zu halten. Ein hoher Cholesterinspiegel erhöht das Risiko für Herzerkrankungen.
Auf vielen Nahrungsmitteletiketten ist neben dem Gesamtfettgehalt die Menge der gesättigten Fettsäuren aufgeführt. Der Grund dafür ist, dass gesättigte Fettsäuren die „schlechten“ Fette sind, die für die Erhöhung des Cholesterinspiegels verantwortlich sind. Versuchen Sie, die Einnahme von Nahrungsmitteln, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, einzuschränken. Bei diesen ist auf dem Etikett angegeben, dass sie mehr als 5 g gesättigte Fettsäuren pro 100 g enthalten.
Für den menschlichen Körper ist eine ausreichende Proteinzufuhr essenziell. Denn Proteine spielen eine wichtige Rolle für Muskeln, Knochen und Bindegewebe, sowie im Zell- und Energiestoffwechsel, Hormonhaushalt und Immunsystem.
Der Referenzwert beträgt für gesunde Erwachsene (19–65 Jahre) 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Menschen über 65 Jahren benötigen mehr Protein, dem Richtwert nach 1,0 g pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Zudem erhöhen auch sportliche Aktivitäten den Proteinbedarf.
Die Proteinzufuhr sollte nicht nur quantitativ ausreichend sein, sondern auch qualitativ hochwertig. Am besten werden verschiedene Proteinquellen durch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung im Speiseplan kombiniert, damit ein hoher Anteil an essenziellen Aminosäuren erreicht wird.
Klassische Proteinquellen sind Milch, Molke, Casein, Ei, Fisch, Soja und andere Hülsenfrüchte. Allerdings gibt es keine Nachweise dafür, dass tierische Proteine gegenüber pflanzlichen Proteinen einen eindeutigen Vorteil bringen. Ein höherer Anteil an pflanzlichen Proteinquellen kann sich sogar positiv auswirken, da diese meist mit einer höheren Ballaststoff-, Kohlenhydrat- und Vitaminzufuhr und gleichzeitig weniger gesättigten Fettsäuren einhergehen.
Eine längere Einnahme von Arzneimitteln gegen die Abstoßung (Immunsuppressiva) kann die Konzentration von Zucker (Glucose) im Blut erhöhen, was zu Diabetes führen kann. Durch Einschränkung der mit der Nahrung aufgenommenen Zuckermenge können Sie dazu beitragen, Ihren Blutzuckerspiegel auf einem akzeptablen Niveau zu halten. Sie sollten nicht zu viele zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke, z.B. Gebäck und Softdrinks, zu sich nehmen. Zucker wird außerdem zahlreichen Nahrungsmitteln zugesetzt, die als „fettarm“ oder „Diät-“ gekennzeichnet sind. Nahrungsmittel wie Frühstückscerealien, Joghurt, Obstsäfte, Suppen und Saucen können ebenfalls Zucker enthalten. Überprüfen Sie die Etiketten der verpackten Produkte, die Sie kaufen, unter „Kohlenhydrate, davon Zucker“. Ein Zuckergehalt von mehr als 15 g pro 100 g ist hoch.
Infektionen
Bei der Einnahme von Immunsuppressiva wird die Funktion des Immunsystems herabgesetzt, um eine Abstoßungsreaktion des neuen Organs zu verhindern. Gleichzeitig wird auch die Widerstandskraft gegen Infektionen verringert, so dass transplantierte Patienten anfälliger für Infektionen sind. Gerade in der ersten Zeit nach der Transplantation treten gehäuft Infektionen auf. Sie können durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht werden.
Bei der persönlichen Hygiene ist besonders das Händewaschen von großer Bedeutung. Um kleine Wundkratzer und Wunden sofort desinfizieren zu können, sollten Sie Mittel zur Haut- und Wunddesinfektion immer in der Nähe haben.
Informieren Sie Ihren Transplantationsarzt unbedingt bei: Schwellungen, Rötungen, Wundschmerzen, Husten oder Auswurf, erhöhter Temperatur über 38 °C, Schüttelfrost, Erkältung, Grippe, Harnwegsinfekt, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, erhöhter Müdigkeit oder Mattigkeit sowie Appetitlosigkeit.
Vermeiden Sie im Rahmen der Infektionsprophylaxe unbedingt Kontakte zu Personen, die an ansteckenden Infektionen wie z.B. Erkältungskrankheiten, Grippe oder Kinderinfektionskrankheiten wie Windpocken, Masern, Mumps, Röteln oder Scharlach erkrankt sind. Das gilt auch für den Umgang mit Personen, die andere übertragbare Krankheiten wie z.B. Hepatitis oder Tuberkulose haben.
Wenn Sie niemals die Kinderkrankheiten Masern, Mumps, Röteln, Pfeiffer‘sches Drüsenfieber (Mononukleose) oder Windpocken durchlitten haben, aber jetzt mit einer entsprechend erkrankten Person in Berührung gekommen sind, müssen Sie umgehend den Transplantationsarzt informieren. Diese Infektionskrankheiten sind höchst gefährlich, wenn Sie unter einer immunsuppressiven Therapie stehen. Spezielle Maßnahmen, wie z.B. die Gabe von Immunglobulinen zur passiven Immunisierung und zur Verhütung eines Krankheitsausbruchs müssen gegebenenfalls zeitnah erfolgen. Entsprechendes gilt auch, wenn Kontakt zu einer Person mit einer aktiven, infektiösen Hepatitis bestand.
Viele Infektionen können mit der richtigen Gabe von Antibiotika auch zu Hause gut behandelt und geheilt werden. Dies sollte aber nur in Absprache mit dem Transplantationsarzt erfolgen. Zu beachten ist dabei, dass einige Medikamente das transplantierte Organ schädigen können und daher nur mit Vorsicht unter genauer Beobachtung eingenommen werden sollten.
Durchfall und Erbrechen können sich auf den Spiegel der immunsuppressiven Medikamente im Blut auswirken, sodass sich die Gefahr einer Abstoßung erhöht. Benachrichtigen Sie Ihren Arzt daher, falls die Durchfallerkrankung länger als 12 Stunden anhält. Normalerweise hilft eine Diät, bestehend aus schwarzem Tee, trockenem Salzgebäck und Bananen. Auf Fett und Zucker sollte währenddessen verzichtet werden.
Wenn bei einer Erkältung eine erhöhte Temperatur von 37,8°C für länger als 12 Stunden besteht oder plötzlich Fieber von über 38,0°C auftritt, sollten Sie den Transplantationsarzt umgehend informieren.
Ansonsten können Sie bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten auf bewährte Hausrezepte (Bettruhe, Wadenwickel, Dampfbäder etc.) zurückgreifen. Eine Therapie mit Medikamenten, z.B. mit Nasensprays, sollten Sie aber in jedem Fall mit Ihrem Transplantationsarzt absprechen.
Knochengesundheit erhalten
Mit zunehmendem Alter kann sich der Gesundheitszustand Ihrer Knochen verschlechtern, was zu Osteoporose führen kann. Transplantatempfänger können aufgrund der Einnahme von Immunsuppressiva einem erhöhten Risiko für Osteoporose ausgesetzt sein.
Bei einer Osteoporose (Knochenschwund) werden die Knochen abgebaut. Das bedeutet, dass es leichter zu Frakturen (Brüchen) kommt. Diese Frakturen treten am ehesten in der Wirbelsäule, den Hüften und den Handgelenken auf.
Jeder kann an Osteoporose erkranken und es ist ganz normal, dass Ihre Knochen mit zunehmendem Alter immer schwächer werden. Osteoporose tritt besonders häufig bei Frauen nach der Menopause auf.
Als Transplantatempfänger können Sie einem erhöhten Risiko für Osteoporose ausgesetzt sein, da einige Immunsuppressiva die Funktion der Zellen, die für die Knochenproduktion verantwortlich sind, beeinträchtigen. Außerdem können diese Arzneimittel bewirken, dass die Zellen, die für den Abbau von altem Knochenmaterial verantwortlich sind, länger leben. Das bedeutet, dass Ihre Knochen schwächer werden und leichter brechen.
Zur Stärkung der Knochen wird Calcium benötigt. Dieses ist in einer Reihe von Nahrungsmitteln enthalten:
Um Calcium verwerten zu können, braucht der Körper Vitamin D. Vitamin D entsteht in der Haut, wenn diese dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Vitamin D kann auch über die Nahrung aufgenommen werden:
Bei der Zusammenstellung eines für Sie optimierten Ernährungsplans kann Ihnen ein Ernährungsberater helfen. Es gibt auch Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium und Vitamin D. Ihr Transplantationsteam kann Ihnen sagen, ob Sie diese benötigen.
Sportarten mit Belastung und Widerstand wie Walking, Krafttraining im Fitnessstudio und Aerobic können zur Stärkung Ihrer Knochen und zum Schutz vor Osteoporose beitragen. Fragen Sie Ihr Transplantationsteam, welche Übungen am besten für Sie geeignet sind.
In den Jahren nach einer Transplantation verliert man leicht die Motivation für eine gesunde Ernährung, Sport und die korrekte Einnahme aller Medikamente. Es ist jedoch wichtig, daran zu denken, dass eine gesunde Lebensweise, die all diese Dinge beinhaltet, die Lebensdauer Ihres transplantierten Organs verlängert und Ihnen eine gute Lebensqualität schenken kann.
Die Ergebnisse sind zwar unterschiedlich, aber viele Transplantatempfänger führen ein glückliches und gesundes Leben.
„Immer wenn ich Skilaufen gehe, gehe ich mit meinem Spender Skilaufen, denn bei allem, was ich tue, ist auch er immer mit dabei. Gemeinsam haben wir schon so einiges erlebt. Ich habe definitiv das Gefühl, dass ich – egal was ich mit meinem Leben anfange – aus Respekt vor dem Spender etwas Gutes tun muss.“, meint Liz Schick, Empfängerin eines Lebertransplantats, Gründerin der TACKERS Camps für transplantierte Kinder und Secretary der World Transplant Games Federation.
Um motiviert zu bleiben und sich mit anderen Transplantierten auszutauschen, können Sie einer lokalen Selbsthilfegruppe beitreten. Viele Transplantierte finden es lohnenswert, sich als Mentoren für neue Mitpatienten zur Verfügung zu stellen oder Vorträge für sie zu halten, da diese zu Beginn ihres Weges häufig Zuspruch und emotionale Unterstützung benötigen. In Deutschland gibt es für die einzelnen transplantierten Organe auch Patientenvereinigungen, die die Patienten unterstützen.
Darüber hinaus treffen sich viele sportlich aktive transplantierte Patienten jedes Jahr zu den nationalen Spielen und/oder Weltspielen für Transplantierte. Die Vereinigung der Weltspiele für Organtransplantierte fördert, unter anderem mit der Initiative Refit for life, die internationale Freundschaft durch Sportveranstaltungen für Transplantierte. Dadurch ergibt sich die einzigartige Gelegenheit, andere Patienten kennenzulernen und zu erleben, was man nach Erhalt eines Transplantats alles erreichen kann.
Ganz gleich, wie lange Sie Ihr Transplantat schon haben, wenden Sie sich stets an Ihr Transplantationsteam, wenn Sie sich demotiviert fühlen. Das Team kann Ihnen mit Vorschlägen oder Rat zur Seite stehen, um Ihnen den Umgang mit ihrem transplantierten Organ und Ihrer Gesundheit im Allgemeinen zu erleichtern.
MAT-DE-NON-2025-00433 | Erstellt: Januar 2026